Ich gründe eine Müßiggæng

 

 

 

 

 

 

Die Pferde hießen Achtsamkeit, Entschleunigung und Resilienz, sie sind tot. Zugrunde geritten vom Mainstream, von Lifestyle-Philosophen, Mindfulness-Ideologen und von Ex-Managern, die auf Berater, Trainer, (selbsternannten) Coach umgesattelt haben. Für ein paar Späte mag gelegentlich „eine Portion“ von diesem oder jenem ja funktionieren, der eine und andere Pionier und Dinosaurier hingegen reibt sich die Augen: Was hat Hype mit Haltung zu tunIch bin raus und gründe eine Müßiggæng. Warum? Darum: 

Die Zeiten sind obskur, wir wissen nicht, was morgen ist.

Lassen ist gesünder als klammern.

Stress ist längst kein Zeitgeist mehr, sondern die Unmöglichkeit eine gesunde Balance herzustellen.

Selbstoptimierer sehen nicht, dass sie sich maximal aufreiben (lassen) für die Ziele anderer. Spannend würde es
freilich, wenn sie es nicht sehen wollen.

Atemlosigkeit ist der größte Feind der Hingabe.

Höchste Zeit für einen liebevollen Blick auf sich.

Es ist großartig, jenem Teil des Lebens bewusst Raum zu geben, der im Alltag fast immer zu kurz kommt:
Innehalten, Abstand nehmen, gut zu sich (und anderen) sein.

Kleine Reisen an magische Orte erweitern den Blick nach innen und nach vorn.

Klarheit dient der Lebensqualität, der eigenen und der des (Arbeits)Umfelds.

Ruhe und Reflexion öffnen die Sinne, verleihen dem Geist Flügel, erzeugen mutige Gedanken. Eines wie das andere fühlt sich extrem gut an.

Das Gefühl von Selbstbestimmtheit und tiefer Freude ist ein wichtiger Maßstab dafür, wie das Leben aussehen soll.

Sind Sie dabei?
Als Gast

Let´s start am Ruhepol: in aller Stille, in Bewegung, beim gemütlichen gemeinsamen Speisen in der guten Gesellschaft Gleichgesinnter, die wie Sie individuelle und weltanschaulich neutrale Wege suchen, um mit den Dingen des Lebens anders umzugehen – gelassener, zufriedenstellender, leichter … Freuen Sie sich auf ein Abenteuer der anderen Art zu fast jeder Jahreszeit, wir freuen uns mächtig auf Sie.

13. bis 16. SEP 2O18
im Gutshaus Wesselstorf im Mecklenburger ParkLand 
21. BIS 26. OKT 2O18
im Gutshaus Ludorf an der Müritz
Als Gastgeber

Haben Sie Lust, mit Ihrem Gutshaus Teil des Slow-Flow-Glueck-Projekts zu werden? Sprechen Sie mich bitte an, ich freue mich über Ihr Interesse. Im Sinne des Gesundheitstourismus-Gedankens in MV ist ein kleines Netzwerk ausgewählter Guts- und Herrenhäuser mein Ziel, das sich gemeinschaftlich auf den Online-Portalen des Tourismusverbandes präsentiert und positioniert.

 

 

Lust auf positive Gesundheit

Die Fastenzeit hat begonnen, der Bis-Ostern-Verzicht auf wahlweise Alkohol, Süßes, Tütensuppen und inzwischen sogar auf permanente Erreichbarkeit, neusprech: Digital Detox. Wie wäre es, wenn das eine oder andere auch darüber hinaus funktionieren könnte – mehr noch und sozusagen als frommer Wunsch: Möge das Fasten so ganz und gar Lust auf Gesundheit machen. Denn mit der Gesundheits-
kompetenz ist es ein Kreuz.

Gesundheit ist … für jeden etwas anderes. Die Ansichten darüber, welche Bedingungen über Gesundheit und Krankheit entscheiden, sind höchst unterschiedlich. Der persönliche Blick entscheidet weitgehend darüber, ob jemand
gesundheitsbewusst lebt oder nicht. Wer davon überzeugt ist, dass Gesundheit überwiegend „eine Frage der Gene“ oder “Schicksal” sei und man da halt nichts machen könne, wird sich kaum für Prävention interessieren.

Das ist schade, weil internationale Studien eindrucksvoller denn je darauf hinweisen, dass die Gesundheitskompetenz des Einzelnen verbesserungswürdig ist. Forscher der Universität Bielefeld haben Gesundheitskompetenz als das Wissen, die Motivation und die Fähigkeit beschrieben, “gesundheitsrelevante Informationen ausfindig zu machen, zu verstehen, zu beurteilen und zu nutzen, um die Gesundheit erhalten, sich bei Krankheiten nötige Unterstützung durch das Gesundheitssystem sichern oder sich kooperativ an der Behandlung und Versorgung beteiligen und die dazu nötige Entscheidung treffen zu können.” 〈1〉International wird diese basale Kompetenz als Health Literacy bezeichnet.

Bei 54,3 Prozent der Deutschen will das eine wie das andere nicht so recht funktionieren, heißt es im Ergebnisbericht der im Dezember 2o16 veröffentlichten Health-Literacy-Studie (HLS-GER) der Universität Bielefeld.〈1〉Dazu passen jüngste Daten – freilich nicht nur – für Deutschland, wonach die Diagnose des Diabetes Typ II gewaltig zunehmen wird, die Betroffenen werden immer jünger. Zudem steigt laut DAK-Gesundheitsreport 2o16 die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage bei Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, des Atmungssystems und bei psychischen Erkrankungen bei beiden Geschlechtern mit dem Alter kontinuierlich an.〈2〉

In dem interdisziplinären Feld der Gesundheitswissenschaften beschäftigt man sich daher intensiv mit Fragen zum Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsverhalten. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten haben sich verschiedene Definitionen von Gesundheit entwickelt, die vor allem gemeinsam haben, dass es nicht länger schnöde um die “Abwesenheit von Krankheit” geht, sondern um eine positive und facettenreiche Auslegung.

 

 

Lebensqualität, Handlungsfähigkeit, Empathie

Der Begriff „positive Gesundheit“ beinhaltet Faktoren wie Lebensqualität, Handlungsfähigkeit, emotionale Kompetenz, Rollenkompetenz und die Möglichkeit, das vorhandene Potential gleichzeitig zu erfüllen und durch Erfahrungen zu erweitern. Außerdem:

  • Qualitativ hochwertige, vielseitige Ernährung
  • Körperliche und mentale Fitness durch Bewegung, täglich mindestens 30 Minuten
  • Keine „Genussgifte“
  • Optimale Hirndurchblutung durch Bewegung und Entspannungstechniken
  • Genügend und guter Schlaf
  • Balance zwischen An- und Entspannung
  • Bewusste Stressbewältigung und in der Folge Gelassenheit bei Belastungen
  • Seelisch-soziale Gesundheit durch Selbstwirksamkeit, Selbstfürsorge, Lebensfreude und Empathie
  • Ausreichender Impfschutz
Prävention vom Feinsten

Da jeder dieser Faktoren grundsätzlich dazu beiträgt, Krankheit zu verhindern, verzögern oder weniger wahrscheinlich zu machen, haben wir es genau genommen mit Prävention vom Feinsten zu tun. Dieser Begriff wiederum kommt vom lateinischen praevenire und bedeutet zuvorkommen. Jenseits jeglicher Präventionsgesetze kann ein derart gesunder Lebensstil große Wirkungen zeigen. Verhindern lassen sich 〈3〉

  • 92% aller Herzinfarkte,
  • 90% aller Diabeteserkrankungen,
  • 85% aller Erkrankungen des Knochen- und Muskelsystems,
  • 50% aller Krebserkrankungen,

verlängern lässt sich die Lebenserwartung um elf bis 14 Jahre.〈4〉So lauten Zwischenergebnisse aus EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), der größten europäischen prospektiven Kohortenstudie, die seit 1994 den Einfluss der Ernährung auf die Entstehung chronischer Erkrankungen erforscht.

Damit ist jede Krankheit, die nicht entsteht, die beste Entlastung für den, der eigenverantwortlich und gut mit sich umgeht. „Richtiges“ Fasten, also klassisch nach Buchinger oder einer leicht modifizierten Form, eignet sich wunderbar als Zäsur, um den Lebensstil zu hinterfragen und zu ändern.

Gestresstes Herz, was brauchst Du?

 

 

Ungefähr so viele Menschen wie eine Kleinstadt Bewohner hat,
erliegen jedes Jahr einem plötzlichen Herztod.
Das sind mehr als zusammengenommen jene,
die hierzulande an Lungenkrebs, Brustkrebs und Aids sterben.

 

Die Erde – in Aufruhr. Die Menschheit richtet sie und sich zugrunde. Terroranschläge und andere gesellschaftliche Verrohungen vor der Haustür, weltweite Migration, hoher Arbeitsdruck, wirtschaftliche Sorgen trotz penetranter Wirtschaftswunder-News … Die Verunsicherungen und Ängste vieler Menschen sind mit Händen zu greifen, die Nerven vieler liegen blank. Wenn mehr oder minder chronischer Stress plötzlich und tödlich endet, lautet die Diagnose „plötzlicher Herztod“ (PHT) oder „Sekundentod“.

Immer wieder taucht hierbei das Bild vom scheinbar heiteren Himmel auf. Doch von rund 200.000 Menschen, die in Deutschland jedes Jahr einen akuten Herzstillstand nicht überleben, sind nur etwas mehr als zehn Prozent kardiale Risikopatienten, die nach einem Infarkt bereits an einer Herzmuskelschwäche litten oder eine andere Herzerkrankung hatten.〈1〉

 

Meistens geht diesem unvorhersehbaren
und schrecklichen Ereignis eine längere Phase
mit chronisch depressiver Stimmungslage voraus.

Karl-Heinz Ladwig

 

 „Meistens geht diesem unvorhersehbaren und schrecklichen Ereignis eine längere Phase mit chronisch depressiver Stimmungslage voraus. Im Nachhinein lassen sich in vielen Fällen klassische Alarmzeichen ausmachen, etwa finanzielle Sorgen, eine belastende Arbeits- oder frustrierende Familiensituation.“ Prof. Dr. Karl-Heinz Ladwig, am Helmholtz Zentrum München tätiger Psychokardiologe, hält diese psychosozialen Aspekte kardiologischer Leiden für unterrepräsentiert und machte dies im April 2o17 in Mannheim anlässlich der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie deutlich: „Der plötzliche Herztod ereilt die Betroffenen entgegen einer verbreiteten Vorstellung in der Regel nicht nach einer einmaligen Aufregung. Akuter Ärger, Angst oder andere Aufregungen sind nur Auslöser.“〈2〉

Physiologisch betrachtetet sind meist Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern oder auch das sogenannte Broken Heart Syndrom direkte Auslöser eines PHT. Beim Broken Heart Syndrom (auch: Stress-Kardiomyopathie, Tako-Tsubo-Syndrom) verengen sich die Herzkranzgefäße akut krampfartig. Betroffen sind vorwiegend Frauen jenseits der Wechseljahre. Die Symptome gleichen denen eines Herzinfarktes, sie treten meist unmittelbar nach einer außerordentlichen – negativen wie positiven – Belastung auf, sei es der Tod eines Angehörigen oder Arbeitsplatzverlust, aber auch ein Lottogewinn oder ein Heiratsantrag. Oder ein Erdbeben.

Das hat unter anderem eine Studie aus Los Angeles gezeigt: Dort hatten Forscher die Auswirkungen des „Northridge Erdbebens“ am 17. Januar 1994 untersucht, eines der stärksten Erdbeben, das bis dato in den USA registriert worden war.〈3〉 Die Zahl der plötzlichen Herztode von durchschnittlich 2 bis 4 war am Tag der Katastrophe sprunghaft auf 24 angestiegen. 16 Menschen starben binnen einer Stunde nach den ersten Erschütterungen. Nur drei Todesfälle standen in Zusammenhang mit physischer Belastung. In der Woche nach dem Erdbeben lag die Zahl der plötzlichen Herztode unter dem Durchschnitt (2,7 ± 1,2). 

 

Neben der Veranlagung spielt auch die Art,
wie Menschen mit emotionalen Belastungen umgehen,
eine wesentliche Rolle.

Karl-Heinz Ladwig

 

„Auch wenn wir noch nicht alle Zusammenhänge im Detail verstehen, zeigt sich, dass es für den stressinduzierten Herztod zwei Komponenten braucht,“ so Ladwig. „Neben der Veranlagung spielt auch die Art eine wesentliche Rolle, wie Menschen mit emotionalen Belastungen umgehen. Anders ausgedrückt: Wer Stress besser bewältigen kann, hat ein geringeres Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden.“

Aus Sicht von SLOW.FLOW.GLueCK zeigt die Problematik einmal mehr: Stress ist Stress, sei er positiv oder negativ, das Gehirn bzw. der Körper macht bei der Bewertung und der neurophysiologischen bzw. physiologischen Reaktionen keinen Unterschied. Gezieltes Stressmanagement, Entspannungstechniken und körperliche Bewegung können deshalb effizient das Risiko für einen plötzlichen Herztod signifikant senken.

Ganzheitlich gedacht ließe sich ergänzen:

Ernährung umstellen
♥ Gegebenenfalls Zigaretten- und Alkohlokonsum deutlich drosseln
 Genügend schlafen
♥ In geschützter Atmosphäre reden über das, was schwer lastet
♥ Sich sortieren, neu ordnen und wohltuende Perspektiven entwerfen
♥ Seelische Widerstandskraft – Resilienz – trainieren

♥ Sich eine lang nachklingende präventive Auszeit verordnen
 Innehalten. Sich ein paar Minuten in sich versenken. Jeden Tag
♥ Wohltemperierter Umgang mit Social Media bzw. kurmäßiges digitales Detox

Bei Verdacht auf eine klinisch manifeste Depression soll ein weiterer Experte hinzugezogen werden.

Stress ist ein eigenständiger Risikofaktor für Herzerkrankungen und verdiene mehr Aufmerksamkeit, betonte Ladwig: „Schon das gezielte Ansprechen der Lebenssituation und psychischen Befindlichkeit kann einen hohen therapeutischen Wert haben.“

Dies mag den einen oder anderen Kardiologen überrascht haben.

 

Quellen

1 Deutscher Herzbericht 2o16. Deutsche Herzstiftung, Berlin, 25. Januar 2o17

2 83. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
Mannheim, 19.o4.-23.o4.2o17

3 Leor J et al:  N Engl J Med 1996; 334:413-419
DOI: 10.1056/NEJM199602153340701

Anleitung zu einem guten Leben

 

Alles wird gesund. Alles ist machbar. Endlich Schluss mit diesem oder jenem. Wir leben in einem durch und durch oberflächlichen Zeitalter, das von Jugendlichkeit und Fitness und Motivationsparolen geradezu besessen ist. Dafür ist kein Weg zu weit, kein Versprechen zu teuer.

Was ist das, Selbstoptimierung um jeden Preis? Oder Prävention? Die Antworten werden naturgemäß unterschiedlich ausfallen, da jeder Einzelne etwas anderes unter den Begriffen versteht.

Mein Lieblingsthema ist nun mal die Prävention, und hier gilt: Grundsätzlich ist alles Prävention, was Krankheit verhindert, verzögert oder weniger wahrscheinlich macht. Der Begriff selbst kommt vom lateinischen praevenire und bedeutet zuvorkommen. Prävention setzt zeitlich vor dem Eintritt eines Risikos an, Therapie danach.

Schon mit den klassischen Möglichkeiten der Prävention kann jeder den großen Volkskrankheiten aktiv entgegenwirken oder, bei bestehenden Störungen, Schlimmeres abwenden. Jede Krankheit, die nicht entsteht, ist die beste Entlastung für – ja, für wen eigentlich?

Eine Gesellschaft, zu deren Lebensprinzipien bisher nicht die Salutogenese – die Gesundheitsentstehung als Wert an sich – gehörte, sondern die Pathogenese mit einer auf Funktionalität, Planbarkeit, Kontrollierbarkeit, Effizienz und monetären Gewinn ausgerichteten Hochglanzmedizin, befindet sich in einem Teufelskreis: Der Einzelne wird zum Opfer seiner Ansprüche – oder die anderer – an Machbarkeit und übersieht, dass sein Glück darin liegt, wie er selbst der Welt begegnet.

 


Seit der Antike dient ethisches Denken in erster Linie dazu, dem Menschen dabei zu helfen, ein erfülltes Leben zu führen. Ethisches Denken also als Anleitung zu einem guten Leben.
Giovanni Maio

Deshalb ist jede Erkrankung, die nicht entsteht, die beste Entlastung für den präventologisch Handelnden und gleichsam ethisch Denkenden: „Seit der Antike dient ethisches Denken in erster Linie dazu, dem Menschen dabei zu helfen, ein erfülltes Leben zu führen. Ethisches Denken also als Anleitung zu einem guten Leben,“ schreibt Prof. Giovanni Maio, Arzt, Philosoph und Medizinethiker an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.〈1〉

Elf bis 14 Jahre länger leben

Zu diesem gelingenden Leben gehören Maßnahmen, die sich nicht nur auf Korrekturen durch eine immer moderner werdende Medizin beschränken, nach dem Motto: Blutdruck zu hoch, Pille einwerfen. Jenseits jeglicher Präventionsgesetze geht es um aktive, im Wortsinn selbst-bewusste Korrekturen von Risikoverhalten im Alltag mit ganzheitlichen Ansätzen. Bereits kleine Veränderungen können große Wirkungen zeigen:

Das „Richtige“ und weniger essen
Sich täglich (mindestens) 30 Minuten bewegen
Bei Belastungen entspannt bleiben
Gut mit sich und anderen umgehen
Auf ausreichenden Impfschutz achten

Ein gesunder Lebensstil, mehr noch: „positive Gesundheit“, kann die Lebenserwartung um elf bis 14 Jahre verlängern, lauten Ergebnisse aus EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), der größten europäischen prospektiven Kohortenstudie, die seit 1999 den Einfluss der Ernährung auf die Entstehung chronischer Erkrankungen erforscht. 〈2,3〉 Verhindern lassen sich 〈4〉

92% aller Herzinfarkte
90% aller Diabeteserkrankungen
85% aller Erkrankungen des Knochen- und Muskelsystems
50% aller Krebserkrankungen

Der Weg zu diesem Ziel ist eine Reise, an deren Anfang Selbstbestimmung und Selbstverantwortung stehen. Eines wie das andere ist für den Sozialphilosophen Prof. Armin G. Wildfeuer unentbehrlich für ein gelingendes Leben. Hinzu kommen 〈5〉

Entschiedenheit bei der Auswahl aus der Vielfalt der Sinnangebote
ein integrativer Umgang mit Widerständen
die Fähigkeit zum Kompromiss
Treue zum eigenen Lebensentwurf

Eine weitere Kraftquelle finden viele in ihrer Religiosität oder Spiritualität. Die einen glauben an einen Gott, andere daran, dass das Leben – jenseits von Konfessionen – Sinn und Bedeutung hat.

Sinn wiederum ist ein zentrales Thema in der Mind Body Medizin und damit in meinem Lebensstiltraining. Es ist der bewusst gesetzte Kontrapunkt zur Selbstoptimierung und hilft Ihnen nach einem 10-Wochen-Programm, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden ganzheitlich, eigenverantwortlich – und in aller Ruhe – zu steuern. Die Methoden wurden und werden vielfach untersucht, sind wissenschaftlich anerkannt und in ihren positiven Auswirkungen auf die Körpersysteme nachgewiesen. Und da jeglicher Sieg im Kopf entschieden wird, werden aktuelle Erkenntnisse der Hirnforschung berücksichtigt.

Jugendlichkeit mit Weisheit ist sexy

Weil ich die Kombination Jugendlichkeit und Weisheit sexy finde, habe ich eine kompakte Version entwickelt:
Slow.Flow.Glueck. Meine 3-, 4- und 6-Tagesseminare auf Basis der Mind Body Medizin und in der wundervollen Atmosphäre der Mecklenburger Gutshäuser Ludorf, Wesselstorf und Groß Toitin, sind jeweils kleine Reisen zu einem Perspektivwechsel, zu „neuen Ohren“, ins Glück. 

Ich verbinde fünf Kernaspekte für ein gutes Leben:

Innehalten und sich mit allen Bedürfnissen intensiv wahrnehmen
In tiefen Kontakt kommen mit sich und anderen
Zufrieden sein mit dem, was ist, und damit kreativ umgehen
Den Körper und Geist ausgewogen bewegen
Die Seele mit SlowSoul…Health Food wärmen

Sie sind in guter Gesellschaft: in einer Gruppe mit maximal zehn Gleichgesinnten, die wie Sie individuelle Wege suchen, um den Dingen des Lebens anders zu begegnen.

Slow.Flow.Glueck ist für die einen der Einstieg in ein verändertes Lebensgefühl, andere erleben die Zeit als einen „perfekt ausbalancierten Weg, um zwischendurch alles loszulassen und beseelt“ (O-Ton eines Teilnehmers) in den Alltag zurückzukehren.

Vielleicht lassen Sie sich auf diesen Seiten für die besondere Auszeit inspirieren. Die Gastgeber der Gutshäuser und ich sind zu fast allen Jahreszeiten für Sie da, wir freuen uns sehr, Sie kennenzulernen.


Ohne Einsicht in … den Sinn des Gegebenen
können wir nicht glücklich werden.


Giovanni Maio

 

QUELLEN

1 Maio, Giovanni: Medizin ohne Maß? Vom Diktat des Machbaren zu einer Ethik der Besonnenheit. Trias Verlag 2o14

2, 3 EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition): Studie 2o1o

4 EPIC 2oo4

5 Wildfeuer AG: Das „gute“ oder „gelingende“ Leben im Ethos der Demokratie. 5. Symposium des Professorenforums, 12. bis 13. April 2002, J. W. Goethe Universität, Frankfurt/Main

ZUM THEMA

Klahre, AS: Nationale Kohorte: Was macht krank, was hält gesund? All die schoenen Worte, 11/2o14

Das Beste kommt zum Schluss

 

 

Schwerin. Schloss © svp 2o15.1   
Wer älter wird, hat noch viel vor. Oder, um es mit dem Fazit einer Studie mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen zu sagen:
„Das Alter wird jünger“.

 

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit verschiebt sich die Lebenskurve und damit die Leistungs- und Lernfähigkeit in ein wesentlich höheres Lebensalter: Etliche von uns werden künftig locker Neunzig und älter. Wir haben mehr Jahre im Leben und mehr Leben in diesen Jahren, das aktive Erwachsenenalter erweitert sich um mindestens 30 Jahre. Das Leben in allen Phasen genießen zu sollen, kann möglicherweise ziemlich anstrengend werden.

„Wir müssen in den nächsten 30 Jahren ganz neu lernen zu altern oder jeder Einzelne der Gesellschaft wird finanziell, sozial und seelisch bestraft“, hat Frank Schirrmacher, bis zu seinem Tod 2014 mit Mitte Fünfzig einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in seinem Buch Das Methusalem-Komplott geschrieben.〈1〉

 

Ich empfinde das hohe Alter nicht als einen Lebensabschnitt zunehmender Trostlosigkeit, den man ertragen und so gut wie möglich überstehen muss, sondern als eine Zeit der Muße und Freiheit, der Freiheit von künstlichen Zwängen früherer Tage, der Freiheit, alles zu erkunden, wonach mir der Sinn steht, und die Gedanken und Gefühle eines ganzen Lebens zusammenzufügen.
Oliver Sacks

 

Altern neu lernen

Zu diesem Lernprozess gehört einiges an Wissen, beispielsweise über die Zusammenhänge der Genetik, Epigenetik (Steuerung von Genen im Erbgut), Psychologie, Philosophie und Autophagie. Letzteres meint lebensnotwendige Prozesse in menschlichen Zellen, die beschädigte und schädliche Proteine aus dem Verkehr ziehen, zerlegen und zu Zellnahrung recyclen. Diese permanente Müllabfuhr spielt eine entscheidende Rolle für die Zellalterung und damit für das Altern ganz allgemein. Für diese Erkenntnisse hat der japanische Mediziner Ohsumi Yoshinori im Oktober 2o16 den Nobelpreis erhalten.

Nennenswert beeinflussen lassen sich die Alterungsphänomene durch die Lebensführung. Abhängig von soziokulturellen Faktoren wie Bildung und körperliche Fitness, und daran gekoppelte höhere Selbstständigkeit im Alter, scheint dies inzwischen recht gut zu gelingen. Im Rahmen der Berliner Altersstudie II (BASE-II) und der Berliner Altersstudie (BASE) aus den 1990er-Jahren haben die Studienautoren die Daten von 7o8 über 6o-jährigen Berlinern (BASE II) mit den Daten aus der Vorgängerstudie (BASE) verglichen.〈2〉

Demnach sind die heute 75-Jährigen geistig deutlich fitter als die 75-Jährigen vor 20 Jahren. Zugleich geht es ihnen ingesamt besser und sie sind zufriedener mit ihrem Leben.

„Die Zugewinne, die wir an kognitiver Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden in Berlin gemessen haben, sind beträchtlich und von großer Bedeutung für die Lebensqualität im Alter,“ kommentiert Prof. Dr. Ulman Lindenberger, Direktor am Forschungsbereich Entwicklungspsychologie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB).

Gleichwohl kann der Weg dorthin steinig sein. Manche Frau erlebt schon die Mitte ihres Lebens als Strafe: Weil sie seelische und körperliche Veränderungen an sich feststellt, die sie an ihrer Kraft zweifeln lassen. Weil sie die Eltern oder den Partner beim Sterben begleitet und das „Leben danach“ so weit weg erscheint. Weil sie fürchtet, dem Bild der heutigen Generation 50plus nicht zu entsprechen. Oder weil sie zu wenig über den aktuellen Stand der Hormontherapien weiß, um sich mit Hitzewellen und Stimmungsschwankungen selbstbestimmt in den Glaubenskrieg der Hormongegner und Befürworter zu begeben. Und all das in einer Gesellschaft, in der kaum jemand ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper hat.

 

Die meisten Fehler haben wir hoffentlich hinter uns. Wir denken, handeln und fühlen anders. Wir nehmen von vielem und von vielen Abschied, gleichzeitig formieren wir uns und das Leben neu.
Betty Friedan

 

Aktive Bewältigungsstrategien, weniger Stress

Für andere Frauen ist der mit diesen Jahren verbundene Begriff der Wechseljahre nicht mehr als ein entsetzliches Wort und eines der meist strapazierten medizinischen Themen. Ihre Argumente: Die Wechseljahre sind keine Krankheit und niemand sollte sie dazu machen – selbst wenn die tiefgreifenden Veränderungen des gesamten Hormonsystems für mehr oder minder massive Probleme sorgen kann. Diese braucht keine Frau wie einen Schicksalsschlag hinzunehmen, keine Frau muss da durch wie durch ein Gewitter. Zumal dieses ungemütliche Wetter ziemlich lang anhalten kann: Hitzewellen persistieren bis ins hohe Alter.

„Es liegen noch viele Jahrzehnte vor uns, in denen wir nicht passiv ein vorherbestimmtes Programm des Alters durchlaufen müssen, sondern – innerhalb gewisser Grenzen – bewusst unsere Zukunft durch unser Verhalten und unsere Entscheidungen gestalten können,“ so die amerikanische Publizistin Betty Friedan in Mythos Alter.〈3〉

„Ganz sicher hilft uns dabei, dass wir bereits auf eine Lebenshälfte zurückblicken können. Die meisten Fehler haben wir hoffentlich hinter uns. Wir denken, handeln und fühlen anders. Wir nehmen von vielem und von vielen Abschied, gleichzeitig formieren wir uns und das Leben neu.“ Gründen „noch mal“ oder „jetzt endlich“ eine Firma, schaffen Arbeitsplätze, engagieren uns sozial oder politisch oderoderoder. Bislang scheint sich zu bestätigen, was wir alle glauben und was immer betont wird: Es ist niemals zu spät, etwas Neues zu beginnen.

Das große Plus für die Arbeitswelt: Eben aufgrund langjähriger Erfahrungen verfügen über Fünfzigjährige über Fähigkeiten, die Jüngeren fehlen. „Ältere haben sich im Laufe ihrer beruflichen Tätigkeit ein großes Repertoire an möglichen Verhaltensweisen zum Umgang mit Problemen angeeignet, auf das sie bei Bedarf flexibel zurückgreifen können. Gleichzeitig hilft die geringere Beanspruchung dabei, auch zukünftig aktiver mit Stressoren umzugehen – es entsteht so ein sich selbst verstärkender Kreislauf,“ fasst Prof. Dr. Guido Hertel, Organisations- und Wirtschaftspsychologe an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, das Ergebnis einer Online-Befragung zusammen.〈4〉

Hertel und Kollegen haben 634 Berufstätige zwischen 16 und 65 Jahren zweimal im Abstand von acht Monaten nach ihrer Beanspruchung bei der Arbeit und zu ihren Bewältigungsstrategien bei der Lösung von beruflichen Problemen befragt.

 

Die Frage, die jetzt jeder Entscheidung vorausgehen kann, lautet: Wie fühlt es sich an?

 

Der Erfolg eines Lebens misst sich nicht nur in Geld

Jegliche Aktivitäten im Beruf und im Privaten verzögern den biologischen Altersprozess, fördern die Autophagie, die Vitalität und das Körperbewusstsein und bilden die Voraussetzung für ein selbstständiges Leben auch im „vierten Alter“ – wie die letzte Strecke ab 85 auch genannt wird. Denn die vielfach positiven Alterungsprozesse des „dritten Alters“ schreiben sich nicht einfach fort.

„Anders ausgedrückt, ein Heer von 60- und 70-Jährigen, die sich in ihrer grundlegenden Leistungsfähigkeit nur wenig von 50-Jährigen unterscheiden, vermitteln zwar ein neues hoffnungsvolles Bild des Alterns. Ihnen steht aber eine wachsende Gruppe von Hochbetagten gegenüber, die die Widrig- oder Grausamkeiten des Alterns erleiden. Wer selbst Angehörige zu versorgen hat, wird wissen, dass ich nicht übertreibe.“ So die Worte von Prof. Dr. Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft bis 2o14, anlässlich einer Festversammlung.〈5〉 Nein, Herr Gruss übertreibt nicht.

Und dennoch, schauen Sie sich um: Die Welt wimmelt nur so von schönen Menschen jenseits der Fünfzig. Nie hatten sie mehr Ausstrahlung, nie waren sie gelassener und entspannter, nie fühlten sie sich stärker, authentischer, attraktiver – nicht zuletzt gerade wegen schmerzhafter Erfahrungen. Erschütterungen, die sie gelehrt haben, dass sich der Erfolg eines Lebens nicht nur in Geld messen lässt. Wer hat gesagt, dass Leben einfach sei?

Eigentlich sind die Wechseljahre kein Thema mehr. Das eigentliche Thema ist Zukunft des Alterns mit einer Grundhaltung zum Leben, die allen Klischees kraftvoll entgegentritt und damit einzigartige Räume für Erfahrungen und Begegnungen eröffnet.

„Vermeintlich einfache Rezepte funktionieren im Einzelfall nur selten oder gar nicht. Oft geht es um Entscheidungen, Wünsche und Verhaltensweisen, die sich nicht in einfache Formeln packen lassen,“ sagt der Psychogerontologe Prof. Dr. Frieder Lang, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. 〈6〉

„Reflexion der Restbiographie“ nennt Prof. Dr. Rolf Arnold, Pädagogikprofessor an der TU Kaiserslautern, einen idealerweise bewussten Umgang mit den schwindenden Optionen. Das aktive Finden neuer Standpunkte kann jetzt vor jeder Entscheidung durch die Frage ausgelöst werden: „Wie fühlt es sich an?“ Erweitern lässt sie sich um die „Drei Siebe des Sokrates“ – um die Frage nach der Wahrheit (Ist es wahr?), der Güte (Ist es gut?), der Notwendigkeit (Ist es notwendig?). Wenn keine Antwort positiv ausfällt, braucht man sich – und andere – nicht weiter zu belasten.

Im weiteren Sinne ist jede der Fragen eng mit den Gedanken des 2o15 an Krebs verstorbenen Neurologen und Beststellerautors Oliver Sacks („Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte“) verwoben: „… stelle ich fest, dass meine Gedanken sich immer weniger mit den spirituellen Dingen beschäftigen, sondern zunehmend mit der Frage, was es heißt, ein gutes und erstrebenswertes Leben zu führen – und seinen inneren Frieden zu finden.“〈7〉

 

 

Schwerin. Schloss © svp 2o15.2

 

Quellen

 

1 Schirrmacher, Frank: Das Methusalem-Komplott. Blessing 2oo4

2 Gerstorf D et al: Secular changes in late-life cognition and well-being: Towards a long bright future with a short brisk ending? Psychology and Aging, März 2o15. pdf zum Download

3 Friedan, Betty: Mythos Alter. Rowohlt 1995

4 Hertel G et al: Are older workers more active copers? Longitudinal effects of age‐ contingent coping on strain at work. Journal of Organizational Behavior, Februar 2o15. DOI: 10.1002/job.1995

5 Gruss, Peter: Die Zukunft des Alterns. Ansprache auf der Festversammlung anlässlich der 56. Ordentlichen Hauptversammlung der mpg, 2oo5

6 Lang, Frieder R: „Niemand ist zu alt für ein gutes Leben“, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, 2o16

7 Sacks, Oliver: Dankbarkeit. Rowohlt 2o15

Klahre, Andrea S: Wechseljahre – ein Stück von mir. Germa Press 1994

 

 

Glückshormon-Flash

 

 

 

 Innehalten und zu sich kommen in Naturräumen,
die das Bewusstsein auf ein Leben mit weniger Aufgeregtheit lenken:
Das ist 
Slow.Flow.Glueck mit Seminaren,
die gesünder und glücklich machen.

Wohlwollen, Wertschätzung, emotionale Wärme, kluge Worte sind die „4 W“ im Miteinander. Weiß jeder, na ja, fast jeder. Wer diesen Idealen im Alltag folgt, findet gewissermaßen einen weiteren Schlüssel zur Gesundheit – selbst dann, wenn es hoch her geht.

Der Schlüssel heißt Serotonin, jener Botenstoff, der im Gehirn für Glücksgefühle sorgt. Ein „Mehr davon!“ können wir selbst anregen: durch mentale und körperliche Übungen. Besonders hilfreich – und wissenschaftlich überprüft – sind gute Gespräche, Achtsamkeitsmeditationen, Bewegung in herrlicher Natur. Und ja, auch gutes Essen in gemütlicher Gemeinschaft. Dann strömt das Glück wohlig auch durch den Magen, denn über 90 Prozent des Körperserotonins werden im Darm produziert.

Drei, vier, sechs Tage

Diese Elemente sind es, die mich zu dem exklusiven Programm Slow.Flow.Glueck inspiriert haben. Der Serotonin-Flash ist da sozusagen unvermeidbarer Teil des Ganzen:

In der unvergleichlichen Atmosphäre der historischen Gutshäuser Groß Toitin, Ludorf und Wesselstorf in Mecklenburg-Vorpommern erleben nie mehr als jeweils zehn Teilnehmer maximale Ungestörtheit, praktizieren an drei, vier oder sechs Tagen vielfältig wirkende Übungen aus dem weltanschaulich neutralen Stressabbauprogramm MBSR (Mindfulness Based Stress Reduction der University of Massachusetts/Boston) und genießen die mit Liebe für erstklassige regionale Produkte hergestellte frische Gutsküche. All das in Innen- und Außenräumen, die glücklich machen. Ein Teilnehmer hat das schöne Wort „beseelt“ gewählt.

Entwickelt habe ich das Konzept für Damen, Herren, Paare, Eltern, Chefs, Mitarbeiter, Alleinherrscher – für alle, die individuelle Wege suchen, um

ς mit Überforderung, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und … besser umzugehen
ς Frustration, Ängste, Wut loszulassen
ς Schmerzen zu lindern
ς den angestrengten Körper zu entlasten, die Seele zu streicheln
ς den Lebensstil um wertvolle Impulse zu bereichern

Diese geführte Auszeit nimmt einen Trend aus dem Silicon Valley auf, der heißt: Neue Kräfte sammeln in Naturräumen, die das Bewusstsein auf ein Leben mit Gelassenheit lenken. Die Wirkungen werden direkt spürbar – an der gesamten Muskulatur, an der Aufmerksamkeit, an der Stimmung, an den vier W.

Gedanken und Gefühle besser kanalisieren

Das Programm unterstützt die Genesungskräfte, die Fähigkeiten zur Selbstregulation und schult die Wahrnehmung für den Augenblick. Im angelsächsischen Sprachgebrauch hat sich als Bezeichnung für Achtsamkeit das Wort mindfulness etabliert, das sich auch mit Geistesgegenwart übersetzen lässt. Bei der Schulung der Achtsamkeit geht es jedoch nicht nur um die Kultivierung des Geistes, sondern inmer auch um die “Bildung des Herzens” – heartfulness.

Wer eines wie das andere regelmäßig übt, fördert auf vielfältige Weise das ganzheitliche Wohlbefinden, da sich körperliche, mentale und emotionale Spannungen schneller lösen. Man lernt, sich zu fordern ohne zu überfordern; lernt, Gedanken und Gefühle zu kanalisieren; lernt, anzunehmen was ist, um dann wirksame Lösungen zu finden.

Slow.Flow.Glueck lädt zu einer kleinen Reise ins Glück ein. Das heißt immer auch: genießen. Dann verstehen wir einmal mehr, warum Liebe durch den Magen geht und Leibspeisen der Seele gut tun.

 

Kunst des Lassens | 1 Schmerz

Kleines Brevier ewig aktueller Themen aus Medizin, Gesundheit, Praxis-Tag. 

Ändert der Mensch sein Verhalten, ändert sich auch sein Schmerz. Für PD Dr. Regine Klinger besteht daran kein Zweifel. Die Psychologische Leiterin des Bereichs Schmerzmedizin und Schmerzpsychologie am Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Universitätsklinikums Eppendorf in Hamburg (UKE), hat auf einem Kongress jeden Körperschmerz auch als Seelenschmerz bezeichnet: “Wenn wir Schmerzen haben, ist das ganze Gehirn damit beschäftigt, das gilt auch für den akuten Schmerz. Eine große Rolle hierbei spielen Faktoren wie Aufmerksamkeit, Ãngste und individuelle Verarbeitungsprozesse.” <1>

Das ist zwar einige Jahre her, es hat sich aber nichts geändert. Um aus diesem Kreislauf auszusteigen, gilt es laut Klinger, Verhaltens- und Empfindungsmuster im Gehirn bzw. Gedächtnisspuren zu durchbrechen. Besonders wichtig sei Prävention: Der Patient solle bei seiner Selbstverantwortung gepackt und motiviert werden, konkret etwas zu tun, um seine Schmerzen erträglicher zu machen.

Mit diesem Zungenschlag ist die Expertin in guter Gesellschaft. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die das Thema Schmerz als Folge von Stress erfährt, führt nach Ansicht anderer Leute vom Fach mehr und mehr dazu, dass Menschen Probleme mit Magen, Darm, Rücken, Kopf, Schulter oder Nacken zu schnell als Ausdruck einer Erkrankung wahrnehmen.

„Gerade der Rücken ist bekanntermaßen der beliebteste Austragungsort für Fehlbelastungen, Fehlhaltungen und Anspannungen aller Art. Doch nicht jeder Schmerz ist als Krankheit zu werten“, sagte auf demselben Kongress Prof. Dr. Arne May, stellvertretender Direktor des Instituts für Systemische Neurowissenschaften und Leiter der Kopfschmerzambulanz am UKE.<2>

 

Schmerz, insbesondere Rückenschmerz, hat in unserer Gesellschaft einen enormen Wert, er ist allgegenwärtig. Wir müssten das genaue Gegenteil machen: Eine Gesellschaft, in der Schmerz keinen Wert hat, wird wenig chronische Patienten haben.
Arne May

 

Ohne Frage ist eine sorgfältige Abklärung notwendig, um jeglicher Problematik angemessen zu begegnen und zu entscheiden, ob und welche Art von professioneller Unterstützung individuell benötigt wird. In erster Linie aber sollte es darum gehen, dass der Einzelne aktiv und möglichst selbstbestimmt sein Leben gestaltet.

Befindlichkeiten sollten nicht pathologisiert, Menschen nicht unnötig zu Patienten gemacht werden. Dann gibt es auch weniger Drahtseilakte zwischen überflüssiger Medikamentenversorgung und notwendiger ganzheitlicher Therapie.

Nun kann es durchaus sein, dass Interessen jeglicher Art entprechende Bemühungen konterkarieren. Unter den Stichworten “Moden in der Medizin”, neudeutsch: “Disease-Mongering”, werden normale Prozesse des Lebens gern mal als medizinisches Problem definiert (z. B. Trauer), neue Krankheitsbilder durch Maßnahmen von Pharmaindustrie, Interessenverbänden und PR geradezu erfunden (z. B. Wechseljahre des Mannes), Symptome zu Vorboten schwerer Leiden stilisiert (z. B. leichter Bluthochdruck) und Risiken als Krankheit verkauft. <3>

Eine unabhängige kompetente Empfehlung zur “Kunst des Weglassens” kann deshalb die Suche nach individuell passenden Strategien unterstützen. Solche Strategien – auch gegen die Angst vor der Angst vor Krankheit – können Entspannungsverfahren ebenso sein wie sanfte Bewegungsübungen, ein systematisches Muskelkrafttraining ebenso wie eine selbstbestimmte straffe Strukturierung des Alltags – der sich scheinbar immer weniger bewältigen lässt – oder Achtsamkeitsmeditationen zur gezielten Stressregulation.

Achtsamkeitsmeditationen dämpfen die Schmerzintensität

“Regelmäßige Achtsamkeitsmeditationen werden seit vielen Jahren auf Evidenz untersucht, sie können helfen, Schmerzen zu lindern und Ängste und Depressionen abzubauen,“ lautet das Kernergebnis einer Metaanalyse an der Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore. <4>

Achtsamkeitsmeditation ist bewusste Tiefenentspannung, bei der die Konzentration nach innen auf einen sich wiederholenden Vorgang gerichtet ist, sei es auf die Atmung, ein Wort, einen Satz oder Spruch. Der Fokus auf solche Wiederholungen ist dabei nur ein Hilfsmittel, um das Nervensystem zu beruhigen, den Kopf vom „inneren Geschwätz“ und negativen Gedanken/Gefühlen respektive den Körper von Spannungen zu befreien und so in einen Zustand der völligen Ruhe zu gelangen.

Das will geübt sein. Die Kunst besteht darin, im täglichen Strom der Ereignisse oder wenn das Leben mal wieder verrückt spielt, regelmäßig eine kurze Zeit am Stück innezuhalten, sich einfach eine Weile allein hinzusetzen, still zu sein und die Gedanken, Sorgen, Verlangen, Leiden und sämtliche andere Bewusstseinszustände erst zu akzeptieren und dann nicht wertend loszulassen.

Wie dieses Erlebnis Schmerzen beeinflussen kann, hat ein Forscherteam des Wake Forest Baptist Medical Center in Winston-Salem/North Carolina im Jahr 2o15 untersucht: 2o Minuten Achtsamkeitsmeditation an vier Tagen hintereinander wirken in jenen Hirnregionen, die mit der Kontrolle von Schmerz, der Steuerung von Emotionen und einer Aktivierung von Empfindungsprozessen einhergehen. <5> Die Schmerzstärke lässt sich deutlich dämpfen, ebenso die dadurch ausgelösten Beeinträchtigungen.

Ähnliches gilt laut Studie auch für die Pseudo-Achtsamkeitsmeditation, wenngleich in geringerem Ausmaß: „Wenn Teilnehmer nur denken, sie meditieren, weil sie tief atmen und eine definierte Körperhaltung einnehmen, und trotzdem weniger Schmerzen empfinden, öffnet uns dies natürlich eine weitere Tür zu besseren Behandlungsmöglichkeiten,” heißt es in der Studie.

Bis dahin empfehlen die Wissenschaftler Achtsamkeitsmeditationen als sinnvolle Ergänzung zu Schmerzmitteln, um diese und deren Kosten einzusparen.

Und wir empfehlen Slow.Flow.Glueck: drei, vier oder sechs Tage in der heilsamen Atmosphäre des Mecklenburger Gutshauses Ludorf, Wesselstorf oder Groß Toitin. Tägliche Achtsamkeitsmeditationen sind fester Bestandteil des
exklusiven Entschleunigungsprogramms. 

 

 

QUELLEN

1 Deutscher Schmerzkongress 2013. 23. bis 26. Oktober 2013, Hamburg. Eröffnungspressekonferenz, 23. Oktober 2013

2 Psychische Gesundheit, Arbeit und Gesellschaft: Expertenforum, Universität Rostock, UniversitätsmedizinZentrum für Nervenheilkunde, Rostock, 4. März 2o15

3 Alte Probleme – Neue Krankheiten: Überflüssige Medikalisierung oder notwendige Therapie? Forum Bioethik des Deutschen Ethikrats. Berlin, 25. Februar 2o15

4 Goyal M et al: JAMA Intern Med 2014; 174(3): 357-368
DOI: 10.1001/jamainternmed.2013.13018

5 Zeidan F et al: J Neurosci 2015: 35 (46) 15307-15325
DOI: https://doi.org/10.1523/JNEUROSCI.2542-15.2015

 

ZUM THEMA

Klahre AS: Den Schmerz entwerten. SecondaVita Prævention o3/2o15

Soul Food. Slow Food. Einfach gut

 

Flexibel, individuell, alltagstauglich, köstlich: Ernährungsempfehlungen müssen nicht kompliziert sein. Wenige einfache, verlässliche Regeln und eine mühelose Umsetzung können viel bewirken. Das Geheimnis einer guten Ernährung liegt in der Abwechslung frischer und gering verarbeiteter Zutaten. Eine Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel wird kombiniert mit Fisch, Geflügel, Soja-, Getreide-, Milchprodukten und Nüssen. Hauptfettquelle ist hochwertiges Olivenöl, bei uns ist auch Rapsöl en vogue.

Ein Überblick über die wichtigsten Elemente dieser Ernährung, für die sich der Begriff mediterrane Küche bzw. Mittelmeerkost eingebürgert hat – und die in der deutschen Ernährungswissenschaft um den Aspekt der Vollwertigkeit erweitert wurde:

 

Lebenswandeln – Veränderung © FlickR   Obst ℘ Salat ℘ Gemüse

Gemüse, Salat und Obst – jeweils saisonal, regional und frisch – machen den Löwenanteil dessen aus, was täglich auf den Tisch kommt. Versuchen Sie, etwa 650 Gramm am Tag zu essen: 250 Gramm Obst – das sind zwei Portionen – und 350 Gramm Gemüse – das sind drei Portionen (gegart, roh und/oder Blattsalate). Diese beiden Vitalstoffquellen sind wegen der Vitamine, Enzyme, Spurenelemente, Mineral- und Ballaststoffe seit langem die Lieblinge der Ernährungswissenschaftler. Vor einigen Jahren entdeckten sie, dass noch mehr darin steckt: bioaktive bzw. sekundäre Pflanzenstoffe (SPS), die eine mächtige Waffe im Kampf gegen verschiedene Krebserkrankungen darstellen. Studienergebnisse haben selbst so plumpe Gemüse wie Grün- und Rosenkohl zu Stars gemacht, da sie jede Menge SPS enthalten.

ς   Sinnvoll ist es, vor jeder größeren Mahlzeit einen kleinen Salat oder ein Stück Obst oder einen selbst gemixten Smoothie zu sich zu nehmen. Dann können alle Nährstoffe besser aufgenommen werden. Die Verdauungssäfte werden angeregt und der Magen ist bereits etwas gefüllt – mit kalorienarmer Kost.

 

Flickr © Reise nach Apulien   Fettarme Milchprodukte

Ebenfalls täglich werden fettarme Milchprodukte (z. B. Ziegenkäse, Naturjoghurt, Quark) serviert. Der tägliche Bedarf an Kalzium (rund 1.000 mg für Erwachsene) ist durch etwa einen halben Liter Milch (alternativ: Buttermilch), einen Naturjoghurt und ein kleines Stück Käse gut zu decken. Wie wichtig Milch und Milchprodukte für die Gesundheit sind, zeigt eine im Juli 2007 veröffentlichte britische Studie, die mit 2.300 Teilnehmern über 20 Jahre durchgeführt wurde: Wer täglich einen viertel Liter Milch trinkt, schützt seine Herzgefäße und senkt das Diabetesrisiko.[1] Daran hat sich bis heute nichts geändert. Für einen wirksamen Schutz vor Osteoporose sollte es mindestens ein halber Liter Milch täglich sein.

ς   Bei Unverträglichkeiten gegen Milchzucker sind Sojaprodukte eine gute Alternative.

 

Flickr © sanfamedia   Fisch ℘ Fleisch

Die Empfehlung, mehrmals pro Woche fangfrischen Fisch zu essen, stammt aus „guten alten“ Zeiten, als die Meere noch nicht überfischt und nachhaltig belastet waren; sie hatte den Hintergrund, dass Fisch hochwertiges Eiweiß und Jod für die Schilddrüse liefert und reich ist an Omega-3-Fettsäuren, die unter anderem für Struktur und Funktion von Gehirn und Augen essentiell sind, den Cholesterin- bzw. Triglyzeridspiegel senken und die Fließeigenschaften des Blutes positiv beeinflussen. Damit zumindest diese Versprechen gültig bleiben, sollte heutzutage idealerweise fangfrischer Fisch aus nachhaltiger Biofischerei mit akzeptablen Tötungsmethoden verzehrt werden.

Die gesündesten Fische sind entgegen aller Annahmen fette Fische. Es gibt Hinweise, dass fettreicher Seefisch die Gefahr für Prostata- und Endometriumkarzinome zu senken scheinen.

Gelegentlich ein Stück Fleisch von artgerecht getöteten Weidetieren (großartig: Seit Juni 2o16 ist die Weideschlachtung in der Schweiz gesetzlich erlaubt) ist wegen seines Anteils an Proteinen, Eisen, Zink, B-Vitaminen und Vitamin A eine wertvolle Quelle für Nährstoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 300 bis maximal 600 g pro Woche. Einmal pro Tag Billigfleisch aus Masttierhaltung ist zuviel. Schon wenn der tägliche Fleischkonsum unter 20 Gramm pro Tag läge, ließen sich und drei Prozent aller frühzeitigen Todesfälle vermeiden.[2]

ς   Geräuchertes, Gepökeltes, Gegrilltes sowie verbranntes Fett erhöhen die Anfälligkeit für Magenkrebs. Muss ja nicht sein.

 

IMG_3626   Getreideprodukte ℘ Hülsenfrüchte

Mit Kohlenhydraten wird in aller Regel Industriezucker und „leere Kalorien“ in Weißbrot oder Kuchen assoziiert. Es gibt aber noch die komplexen Kohlenhydrate, enthalten in Vollkornprodukten (z. B. Brot, Reis, Pasta, Polenta), Hülsenfrüchten (z. B. Linsen, Zuckerschoten, Kichererbsen) und Kartoffeln. Komplexe Kohlenhydrate sind für eine vollwertige Ernährung ideal, da sie gleichzeitig Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe liefern.

ς   Komplexe Kohlenhydrate sättigen anhaltend, der Appetit auf Snacks lässt nach. Empfohlen werden mindestens 100 Gramm pro Tag. 200 bis 300 Gramm sind enthalten in  2 Scheiben Vollkornbrot plus 1 Rohkostsalat mit Kartoffeln; in Naturreis und Gemüse plus 1 bis 2 Stück Obst plus frische Paprika oder Gurke.

 

Flickr © JudithTB   Getränke

Auch Trinken will gelernt sein. Mit Ausnahme von Alkohol wird meist zu wenig und zu kalorienreich getrunken. Alkohol ist mit 7,2 kcal pro Gramm ein beträchtlicher Kalorienlieferant – 15 Gramm Alkohol wirken auf das Gewicht wie 1o Gramm Fett – und erhöht bekanntlich das Risiko für Tumoren in Mund, Rachen, Speiseröhre, Leber, Brust, Darm. Täglicher Alkoholkonsum beeinflusst das Krebsrisiko entscheidend. Auch Wein sollte restriktiv genossen werden – nicht täglich, nur zum Essen und dann ein Glas.

Für alle anderen Getränke gilt: Jeden Tag mindestens zwei Liter zuckerfreie, kalorienarme Flüssigkeit in Form von Wasser, Saftschorlen (selbst gemixt im Verhältnis 1:3), Tees, fettarme Brühen. Dem Kaffee werden zahlreiche negative wie positive Wirkungen zugeschrieben. Täglich zwei bis drei Tasen, das sind bis zu 300 Milligramm Koffein, sollen bei ansonsten gesunder Lebensweise kein Gesundheitsrisiko darstellen.

ς   Frisch gepresste Frucht- und Gemüsesäfte sowie Smoothies sind eine ideale Zwischenmahlzeit. Und: Wem der Geschmack von Wasser zu fad ist, kann es mit frischem Zitronensaft oder Ingwer veredeln.

 

Flickr © Frederick S…   Kräuter ℘ Gewürze

Frische Kräuter haben neben ihrem Duft den Vorteil, dass sie die Gesundheit fördern und Speisen gut würzen. Versuchen Sie, die Vielfalt in Form von Petersilie, Ingwer, Chmili, Thymian, Rosmarin, Oregano (Foto) oder Majoran zu nutzen – und seltener den Salzstreuer.

 

Flickr © Alexandra Trikili   Fette ℘ Öle

Als besonders wichtig für die Regulation der Blutfettwerte hat sich die Zusammensetzung der Nahrungsfette erwiesen. Insgesamt ist der Fettgehalt der mediterranen Vollwerternährung mit 35 bis 40 Prozent relativ hoch, doch sie ist arm an den gefäßschädigenden gesättigten Fettsäuren, an versteckten Transfettsäuren und an Cholesterin. Reichlich enthalten sind dagegen die „guten“ ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die dazu beitragen, das gefäßschädigende LDL (Low Density Lipoproteine) und die Triglyzeride im Blut auf das Normalmaß zu beschränken. Hauptfettquellen sind Pflanzen- und Fischöle.

ς   Der Anteil an gesättigten Fettsäuren sollte nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei maximal zehn Prozent liegen. Butter erscheint unter diesen Voraussetzungen günstiger als Margarine, Alpha-Linolensäurereiche Pflanzenöle wie Leinöl (!), Walnuss-, Raps- und Sojaöl besser als Mais- und Sonnenblumenöl. Ergänzend kommt natives Olivenöl mit seinem hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren zum Einsatz.

 

FlickR © birgit   Das gewisse Etwas

Mediterran-vollwertig heißt nicht zuletzt: Genießen Sie mehrmals pro Woche Müsli, Nüsse (vor allem Walnüsse wegen ihres hohen Anteils an mehrfach ungesättigter Alpha-Linolensäure), Oliven, Sojaprodukte, milchsauer vergorenes Gemüse wie Sauerkraut und Rote Bete. Wer sich angewöhnt, auf dem oder im Biomarkt, im Hofladen oder beim Bauern seines Vertrauens einzukaufen, kann jegliche Lebensmittelverordnungen komplett ignorieren. Charakteristisch für „echte“ Öko-Bio-Lebensmittel sind geringe Mengen an Zucker, Salz und versteckten Fetten (Cave: Palmfett).

Ohnehin sollte die schöne Faustregel gelten: Finger weg von Lebensmitteln mit mehr als FÜNF Zutaten. Ab dann sind das Nahrungsmittel, dem Leben – dem guten zumal – nicht dienlich.

ς   Gewöhnen Sie sich an den Geschmack ungesüßter Speisen bzw. ersetzen Sie Haushaltszucker durch schonend geschleuderten Honig oder Agavendicksaft. Nüsse und ungeschwefelte Trockenfrüchte (z. B. Aprikosen, Feigen, Datteln) sind feine Zwischenmahlzeiten.

 

QUELLEN


1 Elwood P et al: Journal of Epidemiology and Community Health 2oo7; 61(8): 695-698. DOI: 10.1136/jech.2006.053157
EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition): Studie 2o13

 

FOTOS

Innehalten

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Eine gute Verbindung zum Partner, zu Freunden, zu Menschen im Berufsleben ist eine Quelle, aus der wir Energie für den Alltag gewinnen. Wie unersetzlich aber Momente sind, in denen wir innehalten, zeigt sich immer dann, wenn wir abseits von Aktivitäten – oder Aktionismus – und vielen Leuten zur Ruhe kommen, langsamer, still werden. Nichts tun.

Wer seinem Bedürfnis nach Rückzug von Zeit zu Zeit folgt und die Abgeschiedenheit sucht, kann konzentriert Gedanken sammeln, an einem Problem oder Thema arbeiten. Oder in „ruhiger Wachheit“ abwarten, bis Erkenntnisse sich von selbst einstellen. Eine anspruchsvolle Übung hierbei: Nichts, rein gar nichts werten, was einem so in den Kopf kommt.

Solche Selbstgespräche können gut begleitet werden von Büchern, Musik, Gehen in einsamen Landschaften, Medititationen … die Möglichkeiten sind grenzenlos. Je ruhiger und harmonischer die Umgebung ist, umso besser.

Die Gastgeber der wunderschönen Mecklenburger Gutshäuser Ludorf, Wesselstorf, Groß Toitin und ich laden dazu ein, drei, vier oder sechs Tage innezuhalten und mit dem exklusiven Slow.Flow.Glueck-Programm von allem zu entkoppeln, was stresst und anspannt: in Stille, mit heilsamer Bewegung, beim gemütlichen Speisen mit Gleichgesinnten.

Slow.Flow.Glueck ist gemacht für Damen, Herren, Paare, Eltern, Chefs, Mitarbeiter, Alleinherrscher – für alle, die individuelle Wege suchen, um

ς mit Überforderung, Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen und … besser umzugehen
ς Frustration, Ängste, Wut loszulassen
ς Schmerzen zu lindern
ς die Seele zu streicheln und den angestrengten Körper zu beruhigen
ς zu entschleunigen und still zu werden
ς den Lebensstil um schöne Impulse zu bereichern

Freuen Sie sich auf ein Abenteuer der anderen Art und lernen Sie sich neu kennen. Das Ergebnis ist mehr Kraft und Klarheit und das wunderbare Wissen, „the most difficult and the most intellectual thing in the world“ (Oscar Wilde) tun zu können: nichts. Jedenfalls nicht viel.